Augenerkrankungen

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Augenerkrankungen

Augenerkrankungen

Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Die Alterssichtigkeit ist eine durch den normalen Alterungsprozess entstehende Fehlsichtigkeit, die durch Elastizitätsverlust der Linse verursacht wird. Dadurch wird die Naheinstellung des Auges zunehmend erschwert und es kommt bei ursprünglich Normalsichtigen ab dem 40.-50. Lebensjahr zu Problemen vor allem beim Lesen

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Bindehautentzündung (Konjunktivitis) – die mit Abstand am häufigsten auftretende Augenerkrankung – bedeutet, dass die Bindehaut auf einen Entzündungsreiz mit vermehrter Blutfülle (rotes Auge) sowie mit Absonderungen von Eiweißstoffen und weißen Blutkörperchen aus den Gefäßen reagiert

Diabetische Retinopathie

Die diabetische Retinopathie ist eine durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus hervorgerufene Erkrankung der Netzhaut des Auges. Die Schädigung kleiner Blutgefäße (Mikroangiopathie) verursacht eine Minderung der Sehschärfe sowie Einschränkung des Gesichtsfeldes und kann im Verlauf zur Erblindung führen

Endokrine Orbitopathie

Die endokrine Orbitopathie ist eine autoimmune Erkrankung. Sie ist überdurchschnittlich mit einer immunogen bedingten Hyperthyreose verwandt. Es ist eine eigenständige Erkrankung, wobei der Schweregrad der Symptome nicht immer mit dem Schweregrad der Schilddrüsenüberfunktion zusammenhängt. Die Symptomatik ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Vorstehende Augen auch Exophtalmus, oder Glubschaugen gennant, ist die markanteste Erscheinung dieses Krankheitsbildes

Gerstenkorn/Hagelkorn

Gerstenkorn und Hagelkorn sind Entzündungen der Augenlidränder. Unter einem Gerstenkorn, auch Hordeolum genannt, versteht man eine stark schmerzende, druckempfindliche, oft eitrige Entzündung von Schweiß- und Talgdrüsen der Lider, die meist von einer Schwellung des ganzen Lides begleitet wird. Ein Hagelkorn, auch Chalazion genannt, ist ein Knötchen am Lidrand

Grauer Star (Katarakt)

Unter dem Begriff Grauer Star (Katarakt) werden Augenkrankheiten, die durch eine Trübung der Augenlinse gekennzeichnet sind, zusammengefasst. Der Graue Star ist weltweit die häufigste Erblindungsursache, wobei es sich in 90 Prozent der Fälle um eine sog. Alterskatarakt handelt. Selten entsteht eine Katarakt nach Augenverletzungen oder Strahleneinwirkung, als Medikamentennebenwirkung, bei Diabetes mellitus oder angeboren nach einer vorgeburtlichen Infektion (z.B. Röteln).

Grüner Star (Glaukom)

Unter Glaukomen wird eine Gruppe von Augenkrankheiten verstanden, die in späten Stadien die Nervenzellen der Netzhaut (Retina) und des Sehnerven schädigen können. Die Folge sind Gesichtsfeldausfälle, die typische Form des Sehverlustes bei Glaukom

Hornhautdystrophie

Hornhautdegenerationen und Hornhautdystrophien sind Veränderungen der Hornhaut bei der die Hornhaut ihre klare Struktur und evtl. auch Form durch eine Erkrankung verliert. Zum einen kann es sich hier um angeborene und vererbliche Probleme handeln

Hornhautentzündung (Keratitis)

Unter dem Begriff Hornhautentzündung (Keratitis) werden verschiedene Erkrankungen der Hornhaut des Auges zusammen gefasst. Allen gemeinsam sind Hornhauttrübungen, eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit sowie ein vermindertes Sehvermögen. Die Ursachen für eine Hornhautentzündung reichen von Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen über genetische Veranlagung bis hin zu Verletzungen oder Grunderkrankungen wie HIV oder Diabetes mellitus

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Unter Astigmatismus versteht man eine Sehstörung, die durch eine unregelmäßige Hornhautkrümmung verursacht wird. Diese führt zu einem verzerrten Netzhautbild und damit zu unscharfem Sehen. Die Hornhautverkrümmung ist meistens angeboren, aber auch Narben nach Hornhautverletzungen können einen Astigmatismus auslösen

Keratokonus

Der Begriff Keratokonus setzt sich aus griechisch keratos für “Horn” und konus für “kegelförmig” zusammen. Ein Keratokonus ist ein stufenweise fortschreitendes Krankheitsbild. Es ist gekennzeichnet durch eine Ausdünnung und Vernarbung der zentralen Kornea (Hornhaut des äußeren Auges). Dadurch und durch den erhöhten Augeninnendruck entsteht eine zentrale Auswölbung (Hornhautkegel). Ein Keratokonus tritt in der Regel beidseitig auf

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Als Kurzsichtigkeit oder Myopie werden Sehstörungen bezeichnet, die durch unscharfes Sehen in der Ferne gekennzeichnet sind. Das Bild entsteht dabei im Auge vor der Netzhaut. Die häufigste Ursache ist ein zu langer Augapfel, der meist aufgrund von Vererbung oder durch eine Frühgeburt entsteht

Altersbedingte Makuladegeneration

Die altersabhängige Makuladegeneration hat zwei unterschiedliche Verlaufsformen. Die weitaus häufigere (ca. 85%) ist die ‘trockene’ Verlaufsform. Hierbei sterben zentrale Netzhautzellen langsam ab. Dieser Zelluntergang führt zu einer ganz allmählichen Sehverschlechterung. Gelegentlich tritt auch über längere Zeit ein Stillstand ein, so dass manche Betroffenen mit optischen oder elektronischen Hilfsmitteln noch bis ins hohe Alter lesen können. Wirksame Medikamente oder andere Behandlungsmethoden gibt es nicht. Bei der selteneren ‘feuchten’ Makuladegeneration kommt es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Makula, meist aus eingewachsenen Aderhautgefäßen. Das Austreten von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen führt zur Schädigung der lichtempfindlichen Zellen der Makula. Dadurch entsteht eine Verzerrung des auf der Netzhaut entworfenen Bildes, so dass für den Betroffenen als erstes Anzeichen gerade Linien gebogen erscheinen, später Flecken im Gesichtsfeldzentrum auftreten

Netzhautablösung

Unter Netzhautablösung versteht man eine bedrohliche Sehstörung, die durch Abhebung der Rezeptorschicht der Netzhaut vom darunter liegenden Pigmentepithel entsteht. Etwa einer von 10.000 Menschen ist betroffen

Retinitis pigmentosa

Die Bezeichnung Retinopathia pigmentosa oder Retinitis pigmentosa (RP) beschreibt eine durch Vererbung oder spontane Mutation entstehende Netzhautdegeneration, bei der die Photorezeptoren zerstört werden. Im Verlauf kommt es typischerweise erst zu Nachtblindheit, Visusabfall und dann zu einer langsamen Einschränkung des Gesichtsfeldes bis hin zu einem sich immer mehr verengenden „Tunnelblick“, was in einem späteren Stadium in der Regel zur Erblindung führt.

Schielen (Strabismus)

Schielen ist eine häufige Erkrankung. Etwa 5 Prozent aller Menschen sind hiervon betroffen. Im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten tut Schielen nicht weh. Meist ist nur die kosmetische Entstellung auffällig. Dennoch ist das Schielen eine ernst zu nehmende Erkrankung. Unbehandelt bekommen 80 bis 90 Prozent aller Patienten infolge des Schielen eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie)

Trockenes Auge

Etwa jede fünfte Person, die einen Augenarzt aufsucht, hat trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca). Durch zu trockene Augen entsteht häufig ein Fremdkörpergefühl, außerdem brennen und jucken die Augen. Die häufigsten Ursachen für trockene Augen sind Umweltfaktoren, wie etwa der Luftzug von Klimaanlagen oder Bildschirmarbeit. Therapeutisch werden in erster Linie Tränenersatzmittel eingesetzt

Uveitis

Uveitis ist eine entzündliche Augenkrankheit. “Uvea” enstammt dem Griechischen und bedeutet soviel wie “Traube”. In der Medizin werden mit diesem Begriff Iris, Strahlenkörper und Aderhaut zusammengefaßt. Kommt es in einem oder mehreren dieser drei Bereiche oder auch nur in deren Gefäßen zu einer Entzündung, spricht man von einer Uveitis

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Bei der umgangssprachlich Weitsichtigkeit genannten Übersichtigkeit, Hyperopie oder Hypermetropie ist der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft der optischen Einrichtung des Auges zu kurz beziehungsweise die Linse zu wenig gekrümmt. Dies führt dazu, dass die Bildlage (Brennpunkt) für optisch unendlich weit entfernte Objekte bei entspanntem (nicht akkommodiertem) Auge nicht in der Netzhautebene, sondern (virtuell) dahinter ist

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Grauer Star

Der Graue Star ist wie ein Schleier über dem Leben…

Was genau ist ein „Grauer Star“?

Als Grauen Star (oder auch Katarakt) bezeichnet man das Trübwerden der üblicherweise glasklaren Augenlinse. Diese Linsentrübung beginnt meist unbemerkt und verstärkt sich langsam. Da wir unsere Umgebung durch Lichtstrahlen, die durch die Augenlinse in das Auge eindringen, wahrnehmen, bedeutet die Zunahme der Trübung dieser Linse gleichzeitig eine Abnahme des Sehvermögens. Es handelt sich hier um eine sehr störende, allerdings nicht gefährliche Veränderung des Auges.

Welche Ursachen gibt es für den „Grauen Star“?

Der Graue Star ist keine Krankheit. Es handelt sich hier meist um eine Alterserscheinung, die durch den verlangsamten Stoffwechsel verursacht wird. Bei nahezu allen Patienten sind beide Augen betroffen. Obwohl es noch andere Ursachen für den Grauen Star gibt (z.B. Diabetes, Augenverletzungen, Medikamente, …), ist der „Altersstar“ am häufigsten.

Wie wirkt sich der „Graue Star“ auf das Sehen aus?

Durch die immer stärker werdende Trübung der Augenlinse nimmt gleichzeitig das Sehvermögen ab. Man kann den Grauen Star mit einem immer dichter werdenden Schleier, der sich über alles legt, vergleichen. Oft ist auch eine erhöhte Blendempfindlichkeit, ein verringertes Kontrastsehen und manchmal ein gestörtes Farbempfinden zu bemerken. Eine Verschlechterung bzw. Ausbildung einer Kurzsichtigkeit oder die Veränderung der Glasstärke der Brille in kürzeren Zeitabständen kann auf die Entwicklung eines Grauen Stars hindeuten. Im Spätstadium kann der Graue Star zur Erblindung führen, da die Augenlinse komplett undurchlässig für das Licht geworden ist.

Wie schnell sich ein Grauer Star entwickelt und welche Beeinträchtigungen damit einhergehen, kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Wie wird der „Graue Star“ diagnostiziert?

Da die Augenlinse im vorderen Augenabschnitt liegt, kann Ihr Augenarzt mit Ihnen bereits vertrauten Methoden und schmerzfrei (Spaltlampe und Mikroskop) den Grauen Star feststellen.

Wie wird der „Graue Star“ heute behandelt?

Da es bis heute kein Medikament gibt, das die Behandlung des Grauen Stars nachgewiesen ermöglicht, wird der Graue Star durch eine Operation des Auges behandelt. Hier wird die trübe Augenlinse durch eine klare Kunstlinse (Intraokularlinse) ersetzt. Dieser Eingriff wird in Deutschland über 500.000 mal pro Jahr durchgeführt. Diese weitgehend schmerzlose Operation stellt praktisch immer Ihre Sehfähigkeit wieder her, so dass eine Teilnahme am aktiven Leben wieder möglich ist.

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Grüner Star

Unter Glaukom werden Augenerkrankungen zusammengefasst, die in der Regel durch einen erhöhten Augeninnendruck den Sehnerv schädigen und bei unzureichender Therapie zu Gesichtsfeldausfällen und Erblindung führen können. Insgesamt leidet etwa 1% der Bevölkerung daran, wobei das Risiko im höheren Lebensalter deutlich ansteigt. Gefährlich ist vor allem, dass es sich zunächst schleichend und unbemerkt entwickelt. Ab dem 40. Lebensjahr wird eine regelmäßige Glaukom-Früherkennung empfohlen.

Am häufigsten ist das primäre Offenwinkelglaukom, das lange Zeit keine Beschwerden macht, früh genug erkannt aber sehr gut mit Augentropfen behandelt werden kann. Weitere Formen sind das akute Glaukom, das einen augenärztlichen Notfall darstellt und sehr rasch zu Erblindung führen kann, sowie das angeborene Glaukom und das sekundäre Glaukom als Folge einer anderen Augenerkrankung. Sind Augentropfen nicht ausreichend, so erfolgt die Behandlung mit dem Laser oder durch eine Operation

Glaukom (Grüner Star) – Definition / Ursachen

Das Glaukom (= Grüner Star) ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Erkrankungen des Auges, die meist drei Charakteristika gemeinsam haben:

  • erhöhter Augeninnendruck
  • Gesichtsfeldausfall
  • Papillenexkavation mit einem Substanzverlust (Atrophie) des Sehnervenkopfes

In den meisten Fällen spielt die Erhöhung des Augeninnendruckes eine wesentliche Rolle als Entstehungsursache für ein Glaukom. Durch Abflussstörungen des Kammerwassers in den so genannten Kammerwinkeln kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen der fortwährenden Produktion im Ziliarkörper und dem Abfluss. Die Flüssigkeit staut sich im Auge, der Druck erhöht sich. Dieser erhöhte Augeninnendruck schädigt vor allem die empfindlichen Sehnerven. Geschädigtes Nervengewebe kann aber nicht mehr alle Informationen an das Gehirn weitergeben und es kommt zu den für das Glaukom typischen Gesichtsfeldausfällen.

Da es aber auch Glaukompatienten mit einem normalen Augeninnendruck gibt, werden als Ursache weiter Faktoren diskutiert. So könnten beispielsweise Durchblutungsstörungen am Sehnerven und der Netzhaut eine Rolle spielen. In Frage kämmen dann Gefäßerkrankungen und zu hoher oder zu niedriger Blutdruck.

Üblicherweise werden vier verschiedene Formen des Glaukoms unterschieden:

  • primäres Offenwinkelglaukom
  • primäres Winkelblockglaukom (= akutes Glaukom/ Glaukomanfall)
  • primäres kongenitales (kindliches /angeborenes) Glaukom
  • Sekundärglaukom, eine Augeninnendruckerhöhung als Folge einer anderen Augenerkrankung oder einer Allgemeinerkrankung

Wie äußert sich das Glaukom und warum ist es so gefährlich?

Unerkannt und zunächst unbemerkt zerfällt unser Blickfeld immer mehr, das Schlimme daran ist, daß die Zerstörung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, auch nicht durch beste Operationen.

Was passiert nun genau beim Grünen Star?

Normalerweise hält die Flüssigkeit im Auge, das sog. Kammerwasser, durch einen genau definierten Druck den Augapfel in Form und gewährleistet so die korrekte Funktion des Auges. “Panta rei” – “Alles fließt”, eine uralte Weisheit. Das Kammerwasser wird im Auge gebildet, ernährt wichtige innere Strukturen und transportiert Stoffwechselschlacken durch feine Abflußkanälchen nach außen.

Funktioniert dieser Abfluß nicht mehr, steigt der Druck im Augeninneren an: Dadurch wird der Sehnerv einerseits direkt geschädigt, andererseits wird die Blutgefäßversorgung der feinsten Gefäße, die den Sehnerven ernähren, eingeschränkt. Das führt unweigerlich langsam, aber sicher zur Erblindung.
Ca. 10% unserer Mitmenschen leiden an dieser Erkrankung, viele davon, ohne es zu wissen. Allein in Deutschland leben eine halbe Million Menschen, die noch nicht wissen, daß sie am Glaukom erkrankt sind.

Was wird denn alles untersucht?

Unsere Augenärzte haben einen geschulten Blick dafür, wer einen beginnenden Grünen Star haben könnte. Die wichtigste Untersuchung ist natürlich die gezielte Inspektion des Sehnervs, der Papille.

Die Augeninnendruckmessung kann auf verschiedene Art erfolgen: mittels Computer luftdruckgesteuert, mittels Applanation (das gebräuchlichste Verfahren) oder elektronisch.

In Verdachtsfällen wird dann das Blickfeld mittels Spezialcomputer überprüft, so daß dem Spezialisten viele Informationen vorliegen, die eine Diagnose bestätigen oder ausschließen.

Wie wird ein einmal festgestelltes Glaukom behandelt?

Meistens beginnt man nach eindeutiger Zuordnung des Glaukoms mit augeninnendrucksenkenden Augentropfen. Die heutige Vielfalt von Medikamenten und die ständige Forschung und Weiterentwicklung haben zur Folge, daß eine Erblindung bei dieser Erkrankung nicht mehr auftreten muß, wenn man sie nur rechtzeitig erkennen würde.

Wie kann man das Glaukom rechtzeitig erkennen? Gibt es ein Warnzeichen?

Ja, es gibt Warnzeichen, allerdings nicht immer deuten diese auf einen Grünen Star hin.

In j e d e m Fall müssen Sie einen Augenfacharzt aufsuchen, wenn Sie

  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Kopfschmerzen mit Übelkeit oder Erbrechen
  • Schwindelgefühle

haben.

Merken Sie sich: Die oben aufgeführten Beschwerden sind Notsignale. Selbst erkennen können sie das Glaukom nicht.

Was ist, wenn die Augentropfen nicht mehr helfen?

Es gibt heute eine große Anzahl von guten und hervorragenden Augenoperationen. Unsere Augenärzte werden dafür Sorge tragen, daß Ihnen bestmöglich geholfen wird.

Was für Spezialuntersuchungen zur genauen Verlaufskontrolle des Sehnerven gibt es denn heute?

Das Augenspiegeln und die Kontrolle durch den Augenarzt, der Sie kennt, sind sicher am besten. Sollten spezielle Untersuchungen notwendig werden:

  • Stereofotografie des Sehnerven
  • Digitale Analyse des Sehnervenfotos mittels Lasertechnik

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Arteriosklerose

Arteriosklerose (Atherosklerose)

Mit Atherosklerose bezeichnen Ärzte einen meist langsam verlaufenden Prozess, der zu charakteristischen Veränderungen der Blutgefäße führt. Dabei lagern sich Fett und Kalk in zunehmendem Maß in den Gefäßwänden ab. Die Gefäße verlieren an Elastizität, ihr Durchmesser wird immer enger. Nach einer Anfangsphase ohne spürbare Beschwerden behindern die Engpässe später oft den Blutfluss. Im Extremfall unterbrechen Sie diesen ganz. Die Folgen wiederum können von kleineren Funktionsschwächen der betroffenen Gewebe und Organe über ausgeprägte Ausfallsymptome bis hin zum Absterben großer Organbereiche (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall) reichen

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Netzhauterkrankung

Diabetes und Auge

Die Zuckerkrankheit (der Diabetes mellitus) ist eine der Allgemeinerkrankungen, die Folgeschäden am Auge hervorrufen können.
Eine lebenswichtige Energiequelle für die Zellen unseres Körpers ist Traubenzucker (Glucose). Wir gewinnen sie aus den Kohlehydraten, die in unserer täglichen Nahrung enthalten sind. Das Blut transportiert den Zucker zu den einzelnen Zellen, die ihn mit Hilfe des in der Bauchspeicheldrüse gebildeten Hormons Insulin aufnehmen.

Wird dieses Hormon in zu geringer Menge oder überhaupt nicht produziert, entseht ein Zuckerdefizit in den Zellen, während der Blutzucker steigt. Erste Symptome der Erkrankung sind übergroßer Durst und reichliche Harnmengen.
Zunächst nicht erkennbar, entstehen im Laufe der Erkrankung Veränderungen an den Blutgefäßen. Auch das Auge ist davon betroffen. Wir sprechen von der diabetischen Netzhaut-Erkrankung — der diabetischen Retinopathie — einer chronischen Durchblutungsstörung der Netzhaut, die das Sehen beeinträchtigen und unter Umständen zur Erblindung führen kann.

Was versteht man unter diabetischer Retinopathie

Bei der diabetischen Retinopathie erkranken als Folge der Stoffwechselstörung die Gefäße in der Netzhaut — der Retina. Sie dient der Lichtwahrnehmung. Sinneszellen in der Netzhaut nehmen die Lichtreize auf, die aus der Außenwelt auf das Auge treffen, und leiten sie zum Gehirn weiter. Dort werden sie zu dem von uns wahrnehmbaren Bild verarbeitet.

Für die Ernährung der Netzhaut sorgen ihre Gefäße. Die Erkrankung führt dazu, daß ein Teil zugrunde geht, andere werden für Blutbestandteile und Blut durchlässig. Es kommt zu immer wiederkehrenden Blutungen und schließlich zu Gefäßwucherungen.

Die diabetische Retinopathie entwickelt sich zwar sehr langsam, man muß aber damit rechnen, daß nach 10 bis 15 Jahren zwei Drittel aller Diabetiker von Durchblutungsstörungen der Netzhaut betroffen sind. Tritt die Zuckerkrankheit bereits in der Jugend auf, verläuft die Entwicklung rascher; bei Erkrankungen im höheren Alter dagegen meist langsamer und schleichend.

Wichtig ist die durch entsprechende Medikamente und Diät exakte Einstellung des Diabetes, um das Fortschreiten der Retinopathie hinauszuzögern.

Verlauf

Wir unterscheiden zwei Formen der diabetischen Retinopathie. Die einfache oder Hintergrunds-Retinopathie besteht in kleinen, herdförmig auftretenden Gefäßveränderungen, kleinen Blutungen in die Netzhaut und vermehrter Ablagerung von Fettsubstanzen. Bei der zweiten Form, der fortschreitenden oder proliferativen Retinopathie, kommt es zur Bildung neuer Blutgefäße, die in das Auge hineinwachsen und die Ursache für schwere Blutungen in das Augeninnere sind. Die immer wiederkehrenden Blutungen können schließlich zur Erblindung führen.

Behandlung

Eine Heilung der diabetischen Netzhaut-Erkrankung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dennoch läßt sich oftmals durch verschiedene Behandlungsmaßnahmen eine Besserung der Gefäßschäden oder doch zumindest ein Stillstand der Erkrankung erreichen.
Allgemein gilt der Grundsatz: je früher die diabetische Netzhaut-Erkrankung erkannt wird, und je eher die Behandlung einsetzt, um so besser sind die Erfolgsaussichten.

Der Patient selbst kann entscheidend zu einem günstigen Verlauf seiner Erkrankung beitragen: durch ständige Körpergewichtskontrolle, Verzicht auf Nikotin- und übermäßigen Alkoholgenuß und Einhalten der Diät-Empfehlungen. Die exakte Einstellung der Blutzuckerwerte ist eine Grundvoraussetzung zum Schutz gegen die Folgen der diabetischen Retinopathie.

Sind Netzhautveränderungen und eine Verschlechterung des Augenhintergrund-Befundes bereits vom Augenarzt festgestellt worden, so kann mit einer Laser-Behandlung in vielen Fällen das Fortschreiten der Auswirkung auf die Sehleistung verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden, womit zumindest die Gefahr, das Sehvermögen zu verlieren, weitestgehend gebannt ist.

Laser-Therapie

Bei der Laser-Therapie — auch Laser-Koagulation oder Photo-Koagulation genannt — werden gezielte Lichtstrahlen auf die geschädigte Netzhaut gerichtet, die krankhafte Blutgefäß-Wucherung zerstören. So wird unter anderem auch die Bildung weiterer Gefäßveränderungen unterdrückt.

Laser-Behandlungen sind nahezu schmerzlos und müssen je nach Stadium der Erkrankung wiederholt werden. Ob diese Therapie stationär oder ambulant erfolgt, kann von Fall zu Fall nur der behandelnde Augenarzt entscheiden.

Bei weit fortgeschrittener Erkrankung mit ausgedehnten Gefäßwucherungen und schweren Blutungen ins Augeninnere reicht die Laser-Behandlung nicht aus. Für betroffene Patienten steht heute eine neues Operationsverfahren zur Verfügung: die Vitrektomie, mit der gewisse Erfolge erzielt werden können. Hierdurch gelingt es bei günstigem Verlauf eine brauchbare Sehschärfe wiederherzustellen. Je fortgeschrittener jedoch die die Erkrankung, desto geringer die Erfolgsaussichten.

Der Erblindung vorbeugen, denn sie ist unheilbar!

Die erfolgreiche Behandlung der diabetischen Retinopathie hängt von der frühen Entdeckung des Leidens ab. Da die Anfangsstadien keine Beschwerden verursachen, sollte der Diabetiker grundsätzlich mindestens einmal im Jahr seinen Augenarzt konsultieren, damit eine regelmäßige Untersuchung des Augenhintergrundes gewährleistet ist. Bestätigt die Diagnose eine diabetische Retinopathie, müssen die Untersuchungen in kürzeren Zeitabständen wiederholt werden. In den meisten Fällen kann dann der Augenarzt die Behandlung einleiten, bevor die Sehleistung für den Patienten wahrnehmbar eingeschränkt ist.

Die diabetische Retinopathie gehört zwar zu den häufigsten Erblindungs-Ursachen der vom Wohlstand geprägten Länder, aber auch zu den oftmals vermeidbaren. Angemessene Lebensführung, sorgfältige Einstellung des Blutzuckers und Frühentdeckung der Netzhaut-Erkrankung sind entscheidend.

© ’96 Universitäts-Augenklinik Mainz, BVA und DOG

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